Das historische Zentrum von Palma liegt zwischen der Bucht, den Avenidas und den Vierteln rund um Santa Catalina. Der wichtigste Orientierungspunkt ist die Kathedrale La Seu. Von hier erreichst du den Parc de la Mar, den Königspalast Almudaina, die Arabischen Bäder, die Basílica de Sant Francesc und viele der bekannten Innenhöfe zu Fuß. Die Altstadt ist groß genug für mehrere Stunden, bleibt aber kompakt genug, um ohne festen Rundkurs entdeckt zu werden.
Palmas besonderer Reiz liegt in den Übergängen. Rund um La Seu wirkt die Stadt monumental und offen. In den Gassen dahinter wird sie ruhiger, schattiger und kleinteiliger. Am Passeig del Born und an der Avenida Jaume III zeigt sich die elegante Einkaufsstadt. Santa Catalina steht für Markt, Gastronomie und ein jüngeres, lebendiges Umfeld. Am Paseo Marítimo und in Portixol wird Palma maritim: Hier geht es weniger um historische Fassaden und mehr um Bewegung, Weite und Sonnenlicht auf dem Wasser.
Für den ersten Besuch solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Dann bleiben Kathedrale, Altstadt und eine Pause realistisch. Ein ganzer Tag ermöglicht zusätzlich Bellver, einen Markt, ein Museum oder einen Spaziergang am Meer. Wer zwei bis drei Tage bleibt, erlebt Palma entspannter und kann unterschiedliche Stimmungen nutzen: die leere Altstadt am Morgen, das städtische Leben am Nachmittag und das warme Licht an der Bucht am Abend.
Palma funktioniert zu jeder Jahreszeit, aber nicht zu jeder Tageszeit gleich gut. Im Sommer können Mittagshitze und Besuchergruppen den Stadtrundgang anstrengend machen. Frühling und Herbst eignen sich besonders für lange Wege. Im Winter ist die Stadt ruhiger und wirkt stärker wie ein echter Wohnort. Regen ist kein Ausschlusskriterium, denn Kathedrale, Museen, Markthallen, Galerien und Cafés bieten viele Alternativen.